Tui-Na heisst wörtlich «schieben und greifen». Die Methode ist die manuelle Behandlungsform der Traditionellen Chinesischen Medizin und wird seit Jahrhunderten überliefert.
Was Tui-Na ausmacht
Tui-Na gehört zu den Grundpfeilern der TCM. Statt mit Nadeln arbeitet die Therapeutin oder der Therapeut mit verschiedenen Griffen entlang der Leitbahnen. Ziel ist nach dem Verständnis der TCM, den Fluss des Qi zu unterstützen und den Körper ins Gleichgewicht zu bringen.
Die wichtigsten Griffe
- Drücken und Streichen (An-Mo) als Grundlage
- Reiben, Schieben und Kneten
- Klopfen und Zupfen
- sanfte Mobilisation der Gelenke und Dehnung der Muskulatur
Die Intensität wird an Sie angepasst – von ruhig und flächig bis kräftig und punktuell.
Tui-Na und Akupressur: der Unterschied
Beide arbeiten mit denselben Punkten und Leitbahnen. Die Akupressur konzentriert sich auf einzelne Punkte. Tui-Na ist breiter angelegt: Es verbindet punktuelle Arbeit mit grossflächigen Griffen und Mobilisation. In der Praxis kombinieren wir oft beides.
Ablauf bei ShifaMed
Am Anfang steht immer ein Gespräch. Danach stimmen wir Griffe und Intensität auf Sie ab. Viele fühlen sich nach der Behandlung entspannt und etwas müde – planen Sie am besten keinen Sport direkt danach ein.
Wann wir vorsichtig sind
- akute Infekte, Fieber oder Entzündungen
- Hauterkrankungen oder offene Wunden im Behandlungsgebiet
- schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Schwangerschaft (bestimmte Punkte werden gemieden)
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Abklärung. Bei akuten, starken oder unklaren Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Quellen
Titelbild: Yan Krukau / Pexels

