Moxibustion – kurz Moxa – ist eine Wärmetherapie der chinesischen Medizin. Statt Druck oder Gläsern wirkt hier gezielte, tiefe Wärme.
Was Moxa ist
Moxa ist getrocknetes und fein verarbeitetes Beifusskraut (Artemisia). Es glimmt langsam und gleichmässig. Die Wärme wird über ausgewählten Punkten angewendet und als angenehm tiefe, punktförmige Wärme empfunden.
Wie Moxa angewendet wird
Früher wurde Moxa teilweise direkt auf die Haut gesetzt. Das kann zu Verbrennungen führen und ist im Westen nicht üblich. Heute wird Moxa meist indirekt angewendet:
- Moxazigarre: Eine Stange aus Moxa wird in sicherem Abstand über die Haut geführt, bis sich die Stelle angenehm warm anfühlt.
- Mit Zwischenlage: Eine dünne Scheibe, etwa aus Ingwer, liegt zwischen Haut und Moxa und verteilt die Wärme.
Wofür Moxa traditionell eingesetzt wird
In der TCM wird Moxa vor allem bei Zuständen eingesetzt, die als «Kälte» oder «Feuchtigkeit» beschrieben werden. Viele Menschen schätzen die Wärme bei kalten Händen und Füssen, bei Verspannungen oder einfach zum Entspannen. Moxa kombinieren wir häufig mit Akupressur oder Tui-Na.
Sicherheit
Wärme bleibt Wärme: Wir achten genau auf den Abstand und fragen laufend nach, wie es sich anfühlt. Nicht geeignet ist Moxa bei Fieber, akuten Entzündungen, Infektionen, Blutungen oder sehr hohem Blutdruck. Auch während der Menstruation und bei starker Unruhe oder Schlafstörungen wird davon abgeraten. Der Rauch hat einen typischen, kräuterigen Geruch.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Abklärung. Bei akuten, starken oder unklaren Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Quellen
Titelbild: Chinese Medicine Podcast / Pexels

